Auf Phishing reingefallen? Diese 5 Schritte sollten Sie jetzt tun
Eine täuschend echte Mail, ein angeblicher Anruf der Bank, eine gefälschte Zahlungsseite, und plötzlich ist Geld vom Konto weg. Wichtig ist jetzt: schnell und in der richtigen Reihenfolge handeln.
1. Karte und Online-Banking sofort sperren
Rufen Sie den zentralen Sperr-Notruf 116 116 an (kostenlos, rund um die Uhr) oder sperren Sie Karte und Zugang direkt über Ihre Bank. Jede Minute zählt, denn oft versuchen Täter mehrere Abbuchungen hintereinander.
2. Bank informieren und Zahlungen reklamieren
Melden Sie Ihrer Bank unverzüglich, dass Zahlungen ohne Ihre Zustimmung ausgeführt wurden, am besten telefonisch und zusätzlich schriftlich. Verlangen Sie ausdrücklich die Erstattung der nicht autorisierten Zahlungen. Wichtig: Unterschreiben Sie nichts vorschnell, in dem Sie eine eigene Schuld einräumen.
3. Beweise sichern, nichts löschen
- Phishing-Mail oder SMS aufbewahren (nicht löschen, nicht weiterleiten und verändern)
- Screenshots der gefälschten Website oder Zahlungsseite
- Kontoauszüge mit den betroffenen Buchungen
- Gesprächsnotizen: Wann hat wer angerufen, was wurde gesagt?
4. Strafanzeige erstatten
Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei, das geht in vielen Bundesländern auch online. Die Anzeige ist wichtig für die Dokumentation gegenüber der Bank, auch wenn die Täter selbst oft nicht greifbar sind.
5. Erstattungsanspruch prüfen lassen
Der wichtigste Punkt, den viele nicht kennen: Bei Zahlungen, die Sie nicht autorisiert haben, muss in vielen Fällen die Bank den Schaden erstatten. Banken lehnen zunächst häufig ab und verweisen auf angebliche Fahrlässigkeit. Ob das berechtigt ist, sollte eine spezialisierte Kanzlei prüfen, gerade bei Schäden ab einigen tausend Euro. Mehr dazu: Wann haftet die Bank?
Geld weg durch Phishing?
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